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Archiv Stadtgespräch
„Der Bedarf wächst weiter stark, nur die Zahl der Sponsoren nicht“
Beim Thema „Ernährung“ über den Tellerrand geschaut: Monika Bartsch, Vorsitzende der „Mönchengladbacher Tafel“, steht der Klasse 9b des Gymnasiums am Geroweiher Rede und Antwort.
Die frühere Oberbürgermeisterin und (kommissarische) Vorsitzende der „Mönchengladbacher Tafel“ Monika Bartsch war zu Gast am Gymnasium am Geroweiher, wo sie Schülern Informationen aus erster Hand über die unverzichtbare Einrichtung am Fleenerweg in Lürrip gab.

Mönchengladbach (who). Eine frühere Oberbürgermeisterin, die eine Unterrichtsstunde in Biologie hält - auch für die Schüler des Gymnasiums am Geroweiher ist das durchaus mal eine willkommene Abwechslung vom Unterrichtsalltag. Im Falle der Klasse 9b und Lehrerin Bärbel Schilling ist es der krönende Abschluss der Unterrichtsreihe „Ernährung und Verdauung“ im Fach Biologie.
Am letzten Montag vor den Ferien blickt Monika Bartsch nun also gemeinsam mit der Klasse einmal über den Tellerrand beim Thema Lebensmittelaufnahme: Die kommissarische Vorsitzende der „Mönchengladbacher Tafel“ informiert über Ziele und Probleme  des 1996 in der „Vitusstadt“ gegründeten gemeinnützigen Vereins.
Gut strukturiert hat die frühere „Erste Dame“ der Stadt Mönchengladbach die Unterrichtsstunde. Zunächst definiert sie die Klientel, die von der „Tafel“ bedient wird: Jene, die mit geringer Rente auskommen oder von Arbeitslosengeld II leben müssen. In Mönchengladbach gibt es etwa 38 000 so genannter Hartz-IV-Empfänger. Nicht nur sie haben mehr und mehr Schwierigkeiten, an ihr „täglich Brot“ zu kommen - obwohl es hierzulande Lebensmittel im Überfluss gibt. Nach US-amerikanischem Vorbild, erklärt Monika Bartsch, holten die 60 Mitarbeiter der „Tafel“ überschüssige Lebensmittel im gesamten Stadtgebiet ab, um sie an Bedürftige weiterzugeben. „Der Bedarf in Mönchengladbach ist stark gewachsen, nur die Zahl der Sponsoren nicht“, erklärt sie den Neuntklässlern. „Jede Woche bekommen rund 1900 Personen Lebensmittel von der Tafel.“ Verteilt wird mittwochs, freitags und samstags im Tafel-Laden am Fleenerweg 48. Das geschieht perfekt organisiert nach Alphabet und Nachname, auch um Missbrauch vorzubeugen. Mittwochs, erfahren die Schüler, wird die alphabetisch erste Hälfte bedient, freitags die zweite. Samstags gibt's nur Brot und Kuchen. „Wir dürfen aber nichts ausgeben, wo das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist“, betont sie.
Dann macht die Referentin einen Schnitt. Zeit für Fragen. Ob die Tafel-Mitarbeiter für Geld arbeiten würden oder kostenlos, will Tom Küppers wissen. Gelegenheit für Monika Bartsch, der Klasse zu verdeutlichen, dass - so wie sie selbst - sich viele Menschen in der Stadt ehrenamtlich engagieren. Für die Tafel sind 60 Ehrenamtler, meist Hausfrauen, Rentner und Pensionäre, im Einsatz. „Jeder Ehrenamtler hat sich seinen Bereich ausgesucht“, berichtet sie. Der eine holt die Lebensmittel ab, die andere sortiert sie, ein dritter gibt sie im Laden an die Bedürftigen ab oder verteilt sie an karitative Einrichtungen der Stadt. Eine Sache, die Lara Scherling „bewundernswert“ findet. Aaron Hespers und Philipp Dewies haben selber Interesse, bei der Tafel mal reinzuschnuppern oder dort mitzuarbeiten. Das jedoch ist schwierig: Für Schüler gebe es nur begrenzte Möglichkeiten zu helfen, meint Monika Bartsch.  
Wie oft die Menschen denn in den Laden kommen dürften, und was sie bekämen, lauten die Fragen von Vivica Schmitz und Malte Bovians. Viermal im Monat gäbe es Lebensmittel, viermal Brot, sagt Monika Bartsch und erzählt von einem Familienvater, der einmal ausgerechnet habe, dass ein Fünf-Personen-Haushalt durch die „Tafel“ 250 Euro spare. Die Bedürftigen versorgen sich am Fleenerweg - je nachdem, was vorrätig ist - mit Gemüse, Salat, Obst, Kartoffeln, Milchprodukten sowie Konserven oder auch Waschpulver. „Die Familien“, sagt Monika Bartsch, „bekommen bei uns einen schönen Warenkorb mit nach Hause.“ Das, weiß Darja Tsybulevska, hätte es in ihrem Geburtsland, der Ukraine, nicht gegeben. Umso mehr lobt sie das Angebot und den Einsatz der Ehrenamtler. Am Ende der kurzweiligen Unterrichtsstunde entlassen die Neuntklässler ihren auskunftsfreudigen Gast mit einem kräftigen Applaus.


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